Fahrradfreundliche Stadt Wetter

Wir wollen, dass Wetter fahrradfreundlicher wird. Deshalb haben wir den folgenen Antrag im Umwelt- und Verkehrsausschuss gestellt:

die Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN beantragt die Aufnahme des nachstehenden Themas auf die Tagesordnung des Umwelt- und Verkehrsausschusses:

Fahrradfreundliche Stadt Wetter

Wetter bietet bereits jetzt für Freizeitradler ein attraktives Angebot an Radwegen: Wichtige überregionale Routen führen durch das Stadtgebiet, beispielsweise der Ruhrtalradweg, die Kaiserroute und der Rundkurs Ruhrgebiet. Auch gibt es Radtourenvorschläge speziell für Wetter, die kürzlich vom Stadtmarketing veröffentlicht wurden.
Ein großer Vorteil für Radtouristen ist die gute Anbindung der Stadt Wetter an den Nahverkehr der Bahn mit häufigen Verbindungen in die Städte der Region. Außerdem ist der Bahnhof Wetter barrierefrei zugänglich, zudem ermöglichen die S-Bahnen und Regionalbahnen i.d.R. eine problemlose Fahrradmitnahme.
Dies sind gute Voraussetzungen, die noch ausgebaut und auf den Radverkehr im Alltag ausgeweitet werden sollten.

Was spricht für mehr Radverkehr in Wetter?
-    Radfahren ist gesund und hilft dem Klimaschutz
-    Mehr Mobilität mit dem Rad und zu Fuß ist ein Baustein für den European Energy Award
-    Radfahren bietet eigenständige Mobilität für Menschen in fast jedem Alter
-    Mehr Radverkehr entlastet die Innenstadt vom PKW-Verkehr
-    Mehr Rad statt Auto bedeutet mehr Verkehrssicherheit für alle
-    Der Rad Tourismus ist ein Wirtschaftsfaktor für Wetter.
-    Das Thema „Radverkehr“ kann gut mit den aktuellen Themen „Menschengerechte Stadt“ und „Demografie“ verknüpft werden.

Grundlage aller Maßnahmen ist die Förderung des gesamten nicht-motorisiertem Verkehrs, d.h. der Mobilität zu Fuß, mit dem Rad und mit dem ÖPNV. Dies sollte bereits frühzeitig bei den Planungen im Bereich Stadtentwicklung und Umwelt/Verkehr berücksichtigt werden.

Um den Radverkehr weiter zu fördern und die Stadt Wetter fahrradfreundlicher zu machen, schlagen wir folgende Maßnahmen vor:

1.    Überprüfung der Stadt auf ihre Fahrradfreundlichkeit und schrittweise Umsetzung von Maßnahmen.
-    Öffnung von Einbahnstraßen für Radfahrer (Beispiel: Wilhelmstraße).
-    Überprüfung der Anforderungskontakte bei Linksabbiegespuren von Ampeln auf ihre Fahrradtauglichkeit (Bsp.: Ampelanlage an der Overwegbrücke).
-    Verbesserung des Fußweges an der Friedrichstraße, damit Fußgänger nicht auf den Radweg ausweichen müssen.
-    Neue alternative Radwegverbindungen, z.B. in Alt-Wetter zwischen Tankstelle und LIDL entlang der Bahn.
-    Einrichtung eines Portals auf der städtischen Homepage für Anregungen und Beschwerden von Radfahrern und Fußgängern

2.    Verbesserte Serviceangebote für Radler
-    Eine Radstation am Bahnhof mit dem Angebot von Reparatur, Aufbewahrung und Verleih von Rädern
-    Gute Verknüpfung von Radfahren und ÖPNV
-    Bereitstellung von Fahrradboxen am Bahnhof
-    Ladestationen für Elektro-Fahrräder

3.    Förderung des Radtourismus
-    Mehr Hinweisschilder entlang des Ruhrtal Radweges für Gastronomie, Einkaufsmöglichkeiten und Übernachtung in Wetter.
-    Mehr Infos über Angebote in Wetter auf der Homepage „Ruhrtal Radweg“.
-    Angebote von Bett & Bike (z.Zt. nur eine Unterkunft in Wetter)
-    Informationen für die Einrichtung von E-Bike Ladestationen für private Anbieter (Gastronomie); Übersichtskarte auf der Homepage von Stadt bzw. Stadtmarketing

4.    Bewusstseinsbildung
-    Werbung für Radfahren an Schulen und in Betrieben.
-    Werbung für die Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“; mögliche Aktionsvariante „zu Fuß zur Arbeit“: Dabei strebt die Verwaltung und der Rat eine Vorbildfunktion an.
-    Die Stadtverwaltung schafft E-Bikes für Dienstfahrten an.

5. Verknüpfung mit dem Thema „Menschengerechte Stadt“
-    Erarbeitung von Tourenvorschläge für Menschen mit Handicap, z.B. auch für Nutzer von Handbikes
-    Verleihmöglichkeit von Therapierädern
-    Aktion „Gemeinsam mit dem Rad mobil“



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