29.01.2015

Flüchtlinge in Wetter

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Die Zahl der Flüchtlinge, die einen Asylantrag gestellt hat, hat bundesweit im vergangenen Jahr um 60% zugenommen. Auch in Wetter leben mit 109 (Stand 01.10.14) mehr Asylbewerber als 2013. Dies hat die Stadtverwaltung am 29.10.14 dem Sozialausschuss mitgeteilt. Derzeit existieren noch vier Unterkünfte für diese Menschen in Wetter. Das Übergangsheim „Haus Hove“ ist mit max. 160 Plätzen das größte in Wetter. Dieses steht allerdings ab dem Sommer 2015 für Flüchtlinge nicht mehr zur Verfügung. Das Übergangsheim in der Nachtigallstraße sollte eigentlich auch schon längst verkauft sein. Aber es fand sich kein Käufer. Und das ist aus jetziger Sicht auch gut so.

Trotzdem deutlich mehr Asylbewerber hier unter uns leben, ist dies kein Thema in der Öffentlichkeit. Die Zeitungen berichten mehrmals in der Woche über Aktivitäten der Herdecker Bürger für Flüchtlinge. Wetter ist in den letzten Monaten nicht genannt worden. Auch Bürger die die Flüchtlinge mit Kleidung und Spielzeug unterstützen möchten, finden keine Ansprechpartner um zu helfen.

Aus diesem Grund haben wir für die Sitzung des nächsten Sozialausschuss einen Antrag gestellt. Insbesondere möchten wir wissen, wo die Flüchtlinge untergebracht werden, wenn das Heim „Haus Hove“ nicht mehr zur Verfügung steht. Aber auch die Frage, wie die Bürgerinnen und Bürger die Asylbewerber unterstützen können, möchten wir wissen. Wichtig ist aber, dass die Hilfe gut koordiniert wird, damit alle etwas davon haben. Aus unserer Sicht, muss die Verwaltung diese Hilfe in die richtigen Bahnen lenken.

Die Verwaltung möchte die Ausschussmitglieder aber erst in der übernächsten Sitzung des Sozialausschusses über das Thema informieren. Dem haben wir zugestimmt, so dass die Ausschussmitglieder erst am Mittwoch, den 11.03.15 über die Flüchtlingssituation in Wetter diskutieren können.

Vier Wochen eher, nämlich am 12.02.15 wird sich der Schulausschuss schon mit dem Thema Flüchtlinge befassen. Dort möchten wir von der Stadtverwaltung wissen, wie viele Kinder und Jugendliche aus Flüchtlingsfamilien im schulpflichtigen Alter in Wetter leben. Zudem soll die Verwaltung erläutern, welche Beratung und fördermaßnahmen stattfinden. Und wir haben die Frage gestellt welchen Bedarf und Möglichkeiten der ehrenamtlichen Unterstützung es gibt.

Es wäre schön, wenn die Flüchtlinge in Wetter das Gefühl haben, dass sie willkommen sind. Es ist die Aufgabe der Bürgerschaft die Voraussetzungen dafür zu schaffen.

Foto: Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft (IESM)/pixelio

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URL:https://gruene-wetter.de/archiv/2015/expand/733042/nc/1/dn/1/