29.04.2018

Vogelkundliche Wanderung mit Bernd Jellinghaus

Gestern informierten wir uns zusammen mit interessierten Bürger*innen über die Vogelwelt am Harkortberg. Bernd Jellinghaus vom NABU Ennepe-Ruhr zeigte uns die Vögel, die derzeit am Harkortberg leben. 
Einige Vögel konnten nur am Gesang identifiziert werden, sie waren so scheu, dass wir sie nicht zu Gesicht bekamen. Wir hörten u.a. den Zilp-Zalp, die Mönchsgrasmücke aber auch bekantere Arten wie die Amsel oder die Meise.

Wichtige Informationen gab Herr Jellinghaus uns auch zu den sich ständig verschlechternden Bedingungen unter denen die Vögel leben. Insbesondere die immer weniger werdenden Feldraine und Hecken nehmen den Vögeln den Lebensraum. Insekten finden immer weniger Nahrung. Gleichzeitig werden sie Insekten durch die moderne Landwirtschaft und ihrem Einsatz von Pestiziden dezimiert. Dabei sind die Insekten eine wichtige Nahrungsquelle für die Vögel. Diese Nahrung fehlt den Vögeln und ihrem Nachwuchs.

Auch fallen viele Jungvögel herumstreunenden Katzen zum Opfer.

Aber Herr Jellinghaus wies uns auch darauf hin, was wir selbst tun können, um die Vögel in Ihrem Bestand zu sichern. So können wir Nistkästen aufhängen. Hier sollten wir aber darauf achten, dass die Nistkästen aus Holz oder aus Holzzement sind. Nistkästen vom Discounter sind zwar häufig schön anzusehen. Sie sind aber oft aus Kunststoff oder Blech und im Innern wird es oft für die Brut zu heiß.

Auch im Garten kann man vermehrt Blumen für Insekten pflanzen. Gefüllte Blüten sind aber für Bienen wertlos.

Völlig wertlos für Insekten und Vögel sind die geschotterten Kies- und Steingärten, die keinen Platz für die Vegetation lässt. Zudem werden diese Flächen noch mit Pflanzengiften behandelt, wenn sich Unkraut dort ausbreitet.

Für uns als Fraktion war es ein wichtiger Hinweis, bei Bebauungsplanentwürfen auch auf die Möglichkeiten zu achten, wie wir die Vogelpopulation unterstützen können.

Wer Interesse an der Arbeit des NABU hat: www.nabu-ennepe-ruhr.de  

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